
Das Knie aus orthopädischer Sicht
Sie haben Beschwerden mit Ihrem Knie und suchen nach einer Lösung? Dann können Sie sich mit unserer Schnellübersicht einen Überblick über die Ursachen Ihrer Beschwerden machen. Weiterhin zeigen wir Ihnen Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten auf.
Beschwerden und Ursachen
Das Knie bzw. das Kniegelenk verbindet den Oberschenkelknochen mit dem Schienbein und der Kniescheibe. Es ist ein aufwändiger Apparat aus Bändern, Sehnen, Knorpel und Puffern (Menisken). Diese komplexe Konstruktion gibt Ihnen eine hohe Beweglichkeit und garantiert Ihnen eine optimale Stabilisation des Gelenks.
Knieschmerzen können durch Beschädigung dieser Strukturen entstehen. Ursache kann eine Bandverletzung der zwei Seitenbänder oder der Kreuzbänder sein. Auch ein Knorpelschaden, z. B. an der Kniescheibe, kann zu Schmerzen im Knie führen. Häufig ist aber auch der Meniskus Grund für Kniebeschwerden. Die meisten Menschen denken an Meniskusverletzungen, die z. B. durch Sportunfälle geschehen. Die allermeisten Meniskus bedingten Beschwerden entstehen jedoch ohne Unfall, Verschleiß bedingt. Denn auch das Meniskusgewebe ist im Laufe des Lebens Abnutzungserscheinungen ausgesetzt. Doch nicht jeder Meniskus muss operiert werden. Wichtig ist zunächst einmal festzustellen, ob die Beschwerden die im Alltag oder im Beruf sowie auch im Sport bei Ihnen auftreten, überhaupt durch eine Meniskusproblematik ausgelöst werden oder eine der zahlreichen anderen Ursachen zu Grunde liegt. Der Facharzt für Orthopädie kann durch detaillierte Kenntnisse der Anatomie und der körperlichen Untersuchungsverfahren exakt herausarbeiten, welche der Strukturen des Kniegelenkes bei Ihnen Beschwerden auslösen und die Relevanz einschätzen.
Für eine optimale Diagnose können wir bei Ihnen bildgebende Verfahren wie eine Ultraschalluntersuchung und ein MRT einsetzen. So verfügt das ALBERTUS ZENTRUM seit Anfang 2020 über ein hochmodernes 3 TESLA MRT, das eine wesentliche bessere Bildqualität als andere Geräte liefert. Außerdem verkürzt es die Untersuchungsdauer.
Auch hier gilt, dass operative Verfahren ein letztes Mittel darstellen und keineswegs zum Einsatz kommen sollten, wenn möglichst gezielte nicht operative Behandlungsverfahren ohne Erfolg angewandt worden sind. Sollte eine OP nötig sein, verfügt das ALBERTUS ZENTRUM über ein ambulantes Operationszentrum, sodass wir, wenn erforderlich, unter Mitwirkung unserer hochqualifizierten Anästhesieabteilung und deren Fachärzte für Anästhesiologie den notwendigen ambulanten Eingriff unter optimalen Bedingungen durchführen können. Der Vorteil für Sie dabei ist, dass wir alles unter einem Dach durchführen und von der körperlichen Untersuchung bis über technische Untersuchungen, wie MRT oder Ultraschall, konservative und operative Therapie, Anästhesie und die Nachbetreuung durch unsere Fachärzte für Orthopädie sowie unsere Physiotherapeuten und Diplomsportwissenschaftler unter einem Dach und unter einer Regie anbieten können.
Meniskusschmerzen: Wann operieren?: VIDEO
Kniearthrose
Eine Kniearthrose entsteht durch den Verschleiß des Kniegelenks, auf den unser Körper mit einer Entzündung reagiert, die wiederum einen Teufelskreis in Gang setzt, der den Knorpel noch weicher und mechanisch empfindlicher macht. Die Entwicklung einer Arthrose und deren Verlauf hängt ganz entscheidend von zwei Faktoren ab: Biomechanik und Biochemie des Gelenkes. Biomechanisch kommt es zum Beispiel zu Abrieb von degeneriertem Knorpelgewebe, welches eine Reaktion des Immunsystems im Gelenk verursacht. Die Änderung der Biochemie im Gelenk wird durch die Entzündungsreaktion verursacht und macht den Knorpel mechanisch empfindlicher und weicher, was zu erhöhtem Abrieb und damit zu einer Steigerung der Immunreaktion führt. Das Kniegelenk zerstört sich mit wachsender Geschwindigkeit selbst. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, die Entzündung im Gelenk so früh wie möglich entweder zu verhindern, oder wenn sie schon vorhanden ist, zu stoppen. Diese Form der Erkrankung ist weit verbreitet. So sind bei den unter 45jährigen 50%, bei den über 75jährigen schon fast 100% von eine Arthrose in einem oder mehreren Gelenken betroffen.
Wir sind in der Lage, mit sehr kleinen Sonden in einer sehr schmerzarmen bis völlig schmerzlosen Prozedur, entzündungshemmende Substanzen und damit auch schmerzlindernde Substanzen gezielt in das Gelenk zu bringen, was die lokale Wirkung vor Ort gegenüber der Einnahme von Tabletten nach unseren Erfahrungen deutlich verbessert. Gleichzeitig kommt es durch die gezielte und lokale Applikation der schmerzlindernden Substanzen, nur dort wo tatsächlich auch die Beschwerden entstehen, in vielen Fällen auch zu einer deutlichen Reduktion der nötigen Gesamt-Medikamentendosis. Für dieses Behandlungsverfahren stehen die verschiedensten Alternativen und konventionellen Medikamente zur Verfügung. In einem persönlichen Gespräch wird unser Facharzt für Orthopädie mit Ihnen besprechen, welcher Weg für Ihre Problematik der richtige wäre.
ARTHROSE: Wie wird sie behandelt?: VIDEO
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Behandlungen und Therapien
Gezielte nicht operative Behandlungsverfahren am Kniegelenk (Hyaluronsäure und andere Therapieverfahren)
Von entscheidender Bedeutung für die Beseitigung von Schmerzen oder die Reduktion von Schmerzen im Kniegelenk ist es zu verstehen, auf welchem Mechanismus die Schmerzentstehung im Gelenk überhaupt beruht. Die entscheidenden Faktoren sind Biomechanik und Biochemie. Die Biomechanik im Gelenk wird z. B. durch Achsenfehlstellungen mit erhöhtem Druck in Teilbereichen des Gelenkes und der daraus folgenden Abnutzungsreaktion (Arthrose) verursacht. Das degenerierte, d. h. veränderte, zerstörte Gewebe provoziert eine Abwehrreaktion im Gelenk (Entzündungsreaktion) mit der das Immunsystem versucht die vermeintlichen Fremdkörper zu bekämpfen. Diese natürliche Reaktion des Körpers löst einerseits über eine Irritation der empfindlichen Nerven in der Gelenkschleimhaut den Schmerz bei Arthrose aus und macht andererseits den Knorpel weicher und empfindlicher für weitere Oberflächenschäden. Daraus resultiert, dass die Arthrose anfangs langsam schlimmer wird, sich dann jedoch immer schneller verschlechtert. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, nicht nur den Schmerz zu bekämpfen, sondern auch die Biomechanik und die Entzündungsreaktion wirksam in den Griff zu bekommen. Nach unseren Erfahrungen ist es am Wirksamsten dort zu behandeln, wo auch der Schaden und die Schmerzen entstehen, nämlich gezielt im betroffenen Gelenk. Wir sind in der Lage mit kleinen, sehr dünnen Sonden, in einer schmerzarmen bis schmerzlosen Prozedur, in einer kleinen Lokalanästhesie der Haut, geeignete Medikamente, wie z. B. Hyaluronsäure, in das Kniegelenk zu bringen. Hyaluronsäure ist Bestandteil der Gelenkflüssigkeit in jedem – auch dem gesunden – Gelenk. Haben Sie eine Kniegelenkarthrose besitzt das Kniegelenk häufig zu wenig Hyaluronsäure. Das Gelenk hat nicht mehr genug „Schmierstoffe“ zur Verfügung, um einen reibungslosen und schmerzfreien Bewegungsablauf zu gewährleisten.
Der Facharzt für Orthopädie injiziert die Hyaluronsäure direkt in das Kniegelenk. Dabei entstehen so gut wie keine Schmerzen. Es stehen jedoch noch zahlreiche andere Substanzen zur Therapie zur Verfügung. Sowohl konventionelle als auch alternative Behandlungswege sind hier möglich. Welcher Weg in Ihrem Falle der Beste und Erfolg versprechendste ist, werden unsere Fachärzte für Orthopädie Ihnen in einem persönlichen Gespräch erläutern.
Die Hyaluronsäure-Therapie ist sehr nebenwirkungsarm. Die Kosten übernimmt in der Regel ihre private Krankeversicherung. Gesetzliche Krankenversicherungen bezahlen die Therapie in der Regel nicht.
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Arthroskopie: Der minimalinvasive Weg zur operativen Therapie am Kniegelenk
Unter Arthroskopie versteht man die Gelenkspiegelung, welche bei einer Vielzahl von Gelenkerkrankungen eingesetzt werden kann. Der Vorteil dieser minimal-invasiven, auf Videotechnik beruhenden Verfahren, ist, dass die die Haut nur mit kleinsten Schnitten von wenigen Millimetern eröffnet werden muss. Entsprechend ist die Schmerzbelastung nach der Operation für den Patienten deutlich geringer und auch die Komplikationsrate nach Eingriffen, die artrhoskopisch durchgeführt werden, deutlich geringer als bei offenen Verfahren. Arthroskopien können mittlerweile an sehr vielen, auch kleineren, Gelenken angewandt werden. Am häufigsten werden sie am Knie und an der Schulter durchgeführt.
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Dieser Text wurde von der Orthopädie ALBERTUS ZENTRUM verfasst. Mehr Infos und das Impressum Orthopädie haben wir für Sie verlinkt. Wünschen Sie mehr Informationen, dann schauen Sie bei "Von A bis Z" vorbei.